Nonverbale Signale ganz geschickt nutzen!

Rede-Denk-Experte Thomas Schlayer gibt Ihnen ganz konkrete Rhetorik-Tipps.

Sie interessieren sich für den Bereich der „nonverbalen Signale“? Prima, denn wer sich hier gut auskennt, wirkt einfach besser auf andere Menschen. Häufig wird die “nonverbale Kommunikation” auch als „Wirken ohne Worte“ bezeichnet. Die nachfolgenden acht Tipps und Tricks sollen Ihnen einen ersten alltagstauglichen Überblick geben!

Fester Stand

Vermeiden Sie es, nur ein Standbein zu belasten, denn sonst stehen Sie leicht gekrümmt. Ihr Becken wird zur Seite geschoben und es stellt sich die Frage „Wohin mit dem Spielbein?“ Oft wird es dann wenig elegant um das Standbein „gewickelt“. Wenn Sie bewusst auf beiden Beinen stehen, sieht es einfach souveräner aus! Ein sicherer und freier Stand bedeutet, dass Sie Ihr Gewicht gleichmäßig auf beide Beine verteilt haben. Dabei sind Ihre Füße gerade und stehen hüftbreit nebeneinander. Ein Klassiker im Bereich der „nonverbalen Signale“!

Armhaltung

Beobachten Sie einmal TV-Moderatoren: Sie halten ihre Arme angewinkelt, die Hände befinden sich in der Höhe des Bauchnabels. Diese Position erfordert etwas Übung – viele Menschen empfinden sie anfänglich als eher unnatürlich. Wenn Sie Ihr Skript in den Händen halten, haben Sie einen doppelten Vorteil: Zum einen befindet sich Ihr roter Faden bequem in Sichtweite und zum anderen wird diese Position dadurch erleichtert, dass Sie einen Gegenstand halten.

Kleidung

Rund 90 Prozent Ihres Körpers sind bekleidet und senden eindeutige nonverbale Signale. Deshalb: Kleiden Sie sich stets angemessen. Vor allem Ihre Farbwahl bestimmt, welche Botschaft Sie senden: Helle Farben wirken freundlicher und positiver, dunkle Farben haben eher eine ernste bis „sehr sachliche“ Botschaft. Ein Sakko oder ein Kostüm wird geschäftlichen Anlässen gerecht, ein Kurzarmhemd unterstützt eher einen fröhlichen bis legeren Look. Wenn Sie beim Outfit unsicher sind, ziehen Sie sich lieber „erwartbar bis unauffällig“ an …

Gestik

Besonders beliebt und wirkungsstark sind jene Redner, die sich auch optisch ausdrücken können. Eine aktive Gestik mit Armen und Händen unterstreicht das, was Sie sagen, und verleiht Ihnen noch mehr Ausdruck: Visualisieren Sie z. B. Aufzählungen mit Ihren Fingern. Nutzen Sie Ihre Arme, um offene Gesten zu zeigen. Wichtig: Ihre Bewegungen sollten ruhig und bewusst sein.

Blickkontakt

Die Regel lautet: Kein Blick, kein Glück! Wer gut wirken möchte, braucht bewussten und wiederholten Blickkontakt zum Publikum. Dabei ist die Länge entscheidend: Ein guter, verbindlicher und bewusster Blickkontakt braucht etwa eine Sekunde. Wer kürzer in das Gesicht eines Zuhörers schaut, hinterlässt einen flüchtigen und damit eher unsicheren Eindruck. Wenn Sie Ihr Gegenüber dagegen länger fixieren, riskieren Sie, in dessen Privatsphäre einzudringen. Menschen mögen es nicht, zu lange angesehen zu werden!

Verlegenheitsgesten

Hier mal unbewusst an der Kette zupfen, dort permanent das Haar nach hinten streichen – das sind typische Verlegenheitsgesten, die Sie unsicher wirken lassen. Finden Sie mit Videotrainings oder durch das Feedback anderer heraus, ob Sie für solche Gesten anfällig sind. Wenn ja, bemühen Sie sich gezielt, von unbewussten Bewegungen hin zur unterstützenden Gestik umzuschalten!

Lächeln

Hören Sie oder sehen Sie gern jemandem zu, der einen ernsten oder unsicheren Blick hat? Ein freundlicher Gesichtsausdruck oder ein Lächeln sind besonders starke nonverbale Signale. Wer sympathisch aussieht, hat besseren Zugang zu Menschen. Lächeln Sie – damit bauen Sie Nähe zu Ihren Zuhörern auf.

Natürlichkeit

Wer „blufft“ oder zu hoch pokert, verliert schnell seine Glaubwürdigkeit. Authentizität entsteht, wenn jemand sich offensichtlich so gibt, wie er immer ist. Versuchen Sie also nicht, von jetzt auf gleich besonders kompetent oder unterhaltend aufzutreten. Erkunden Sie Ihre Persönlichkeit und präsentieren Sie genau das, was Sie ausmacht! Arbeiten Sie nachhaltig an Ihrer Entwicklung und lassen Sie sich dafür auch genügend Zeit! Bleiben Sie sich selbst treu! Wenn Sie eher ein ruhiger Typ sind, dann ist das völlig in Ordnung. Wenn Sie dazu neigen, gern kreativ und witzig zu sein, dann spielen Sie genau diese Karte aus. 

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